Betreuungsverein Deggendorf e.V.
Betreuung               Vormundschaftsrecht  Voraussetzungen                                            Betreuungsverfahren  Aufgabenkreis  Vergütung
Das   Verfahren   beginnt   auf Antrag   des   Betroffenen   oder   von Amts   wegen.   Die Anregung   zum   tätig   werden kann   von   jedem   gegeben   werden,   der   von   der   Hilfsbedürftigkeit   einer   Person   Kenntnis   erlangt.   Bei   der Antragstellung ist der Betreuungsverein behilflich. Die    sachliche    und    örtliche    Zuständigkeit    liegt    beim    Betreuungsgericht,    wo    der    Betroffene    seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat § 272ff FamFG. Der Betroffene muss von dem Verfahren unterrichtet werden. Der    Betroffene    muss    vom    Richter    persönlich    angehört    werden,    nach    Möglichkeit    in    der    üblichen Umgebung    des    Betroffenen.    Nur    bei    bestimmten    Voraussetzungen    kann    die    persönliche    Anhörung unterbleiben. Ein ärztliches Gutachten über die Betreuungsbedürftigkeit muss erstellt werden. Der     Betroffene     ist     im     Verfahren     stets     verfahrensfähig,     er     kann    Anträge     stellen     und     hat     ein Beschwerderecht. Wenn   nach   ärztlichem   Gutachten   erhebliche   Nachteile   für   den   Betroffenen   entstehen   oder   wenn   der Betroffene   nach   dem   unmittelbaren   Eindruck   des   Gerichts   offensichtlich   nicht   in   der   Lage   ist,   seinen Willen    kundzutun    und    daher    seine    Interessen    nicht    mehr    selbst    wahrnehmen    kann,    wird    vom Betreuungsgericht   ein   Verfahrenspfleger   bestellt,   der   im   Hinblick   auf   das   Wohl   des   zu   Betreuenden   eine Stellungnahme an das Gericht abgibt.