Betreuungsverein Deggendorf e.V.
Betreuung               Vormundschaftsrecht  Voraussetzungen                                           Betreuungsverfahren  Aufgabenkreis  Vergütung
 § 1896 Abs. 1 BGB "Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbst besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer."  o  Unter psychischen Krankheiten versteh man:      - körperlich nicht begründbare Psychosen z.B. manisch depressive Krankheiten, endogene        Depressionen, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis u.a.      - körperlich begründbare seelische Störungen als Folge von Krankheit , Anfallsleiden, Unfall, die zu        Bewusstseinsstörungen oder Demenz führen z.B. Alzheimer Krankheit, Wachkoma u.a.      - Abhängigkeitserkrankungen z.B. Alkoholismus, Drogenabhängigkeit      - Neurosen und Persönlichkeitsstörungen    o  Bei einer rein körperlichen Behinderung z.B. Ganzkörperlähmung erfolgt eine Betreuerbestellung      ausschließlich auf Wunsch des Betroffenen.  o  Unter geistiger Behinderung versteht man eine das Zurückbleiben hinter der altersgemäßen      Norm in erheblichem Umfang.  o  Unter seelischer Behinderung versteht man eine bleibende psychische Beeinträchtigung als Folge      einer psychischen Krankheit. Das alleinige Vorliegen einer der genannten Behinderungen oder Erkrankungen führt nicht automatisch zu der Errichtung einer Betreuung. Aufgrund der Beeinträchtigung muss der Betroffene nicht im Stande sein, seine Angelegenheiten selbst bzw. mit Hilfe anderer Dienste zu erledigen.